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Prognos-Gutachten attestiert Technologieförderung im Handwerk hohe Kompetenz

Eine neue Studie der Prognos AG unter dem Titel „Zukunft Handwerk! Der Beitrag des Handwerks im Innovationsprozess“ stellt der Innovationsstärke des Handwerks und der Technologieförderung durch die Handwerkskammern und -Verbände ein gutes Zeugnis aus. Präsident Prof. Wolfgang Schulhoff von der Handwerkskammer Düsseldorf, der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler (zugleich Kammerpräsident in Dortmund) und die Repräsentanten von neun weiteren Handwerkskammern für die Seite der Auftraggeber, und der Direktor der Prognos AG, Mathias Bucksteeg, für die Auftragnehmerseite überreichten die Studie am Mittwoch in Berlin an Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Hartmut Schauerte. „Handwerksbetriebe greifen auf die Kompetenz ihrer Organisationen zurück,“ heißt es in dem am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Gutachten. Die Innovationsförderung setze „ein hohes Maß an persönlichem Vertrauen zwischen den Beteiligten voraus. „Die Verankerung der Beratungsangebote bei den Handwerksorganisationen erfüllt diese Voraussetzung;“ diese seien deshalb „an den richtigen Schnittstellen platziert“, bestätigt die Expertise. „In Nordrhein-Westfalen geschieht dies beispielhaft durch die Technologieberatung im Rahmen des Technologietransferrings Handwerk NRW,“ betonte Schulhoff bei der Übergabe des Dokuments. Im Mittelpunkt stehe dabei jeweils die persönliche Betreuung der Firmen. Im Schnitt 250 Anfragen beantworte alleine der Technologieberater der Handwerkskammer Düsseldorf Dr.-Ing. Reinhold Bottin jährlich. Das Spektrum reiche von Fragen zum Einsatz neuer Techniken bis hin zur kompletten Betreuung einer Erfindung von der Planskizze bis zur Markteinführung.

Die weiteren Leistungsschwerpunkte der Technologieförderung auf Kammerebene sind:

-Der Internetauftritt der Handwerkskammer Düsseldorf bietet im Bereich Technologie-Transfer umfassende Informationen, Broschüren und Verweise auf Informationen im Internet, so dass Handwerker den richtigen Einstieg für ihre Entwicklungsarbeiten finden.

-Die Handwerkskammer führt Foren über wichtige Zukunftsthemen zum Kennenlernen in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Industrieunternehmen durch. Medizintechnik und Lichttechnik waren die Themen der jüngsten Veranstaltungen.

-Der Erfinderclub der Handwerkskammer Düsseldorf mit inzwischen 410 Mitgliedern bietet Innovatoren im Handwerk eine Plattform für den Erfahrungsaustausch, Hilfen bei der Sicherung gewerblicher Schutzrechte und bei dem schwierigen Marktzugang für neue Produkte.

Hauptaufgabe der künftigen Technologieförderung sei, Unternehmen den Zugang zu „den wichtigen Zukunftsmärkten“ zu eröffnen. Als Beispiele nannte Schulhoff die energetische Sanierung, neue Energietechniken, Einsatzfelder neuer Werkstoffe und Materialien sowie veränderte Lebens- und Wohnbedürfnisse im Alter und mit Behinderungen. Schulhoff: "Im Verbund mit den Innungen und Fachverbänden machen die Handwerkskammer Düsseldorf und der Technologie-Tranferring Handwerk alleine im Regierungsbezirk Düsseldorf jährlich rund 100 Innovationsprojekte möglich. Das betrifft Patentanmeldungen und andere gewerbliche Rechtsschutzverfahren für Erfindungen und Neuheiten wie den Gebrauchsmusterschutz." Ein typischer Fall ist die Tischlerei der Brüder Bernd und Jochen Terporten in Viersen, deren selbst entwickeltes Verfahren für eine hoch haftende Glasbeschichtung mit Hilfe des Kammerexperten die Mutterzulassung beim Deutschen Institut für Bauphysik erlangte und im Franchisevertrieb zum Markterfolg wurde. Die Betreuungsleistung sei noch steigerbar, wenn Bund und Land die gesamte Innovationskette – und damit den integralen Part des Handwerks – noch stärker als bisher in den Blick nehmen“, mahnte Schulhoff eine Neugewichtung der Innovationsförderung zugunsten des Handwerks an: „Konkret für NRW heißt das: verlässliche Bedingungen für die berufliche Bildung und die Fortsetzung des staatlichen Engagements für den Technologie-Transfer im Handwerk sind entscheidende Voraussetzungen für Innovationserfolge im Lande.“

Quellen:
-Studie „Zukunft Handwerk!“ im Internet unter
www.hwk-duesseldorf.de/innovation
-Referenzbeispiele: Erfolgreich betreute Patentläufe und Markteinführungen neuer Produkte und Services im Handwerk an Rhein und Ruhr – Portraittexte und kostenloses Bildmaterial: Tel.: 0211-8795-141.

Kontakt:
Dr. Ing. Reinhold Bottin, T. 0211/ 8795-352
bottin@hwk-duesseldorf.de


Autor: Handwerkskammer Düsseldorf