2 connect Business

Erfolgreiche Workshopreihe beim Deutsch-Niederländischen Gartenbauforum: Deutsche Chancen in Hollands „Goldenem Dreieck“
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Konzentrierte Zuhörer

Deutsche Zulieferer haben gute Wachstumschancen in der niederländischen Gartenbaubranche. So lautet ein Fazit des Deutsch-Niederländischen Gartenbauforums, das am 30. Januar im Straelener Hof in Straelen stattfand. Unter dem Motto „Grenzüberschreitend Kooperieren im Gartenbau“ hatte das INTERREG IV A-Projekt „2 connect Business“ deutsche und niederländische Unternehmer zu mehreren Workshops eingeladen. Zudem hatten die Teilnehmer reichlich Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen.

Im Eröffnungs-Workshop stellte Kees van Drunen, Senior-Referent der Direktion Regionen & Raumwirtschaft des niederländischen Wirtschaftsministeriums, die niederländische Gartenbaubranche vor. Anhand beeindruckender Statistiken zeigte er die hohe Bedeutung der Niederlande auf dem Weltmarkt und damit ihre Attraktivität auch für deutsche Unternehmer auf. Als Gründe für den Erfolg nannte er zum einen die hohe Innovationskraft, die den Unternehmern „in den Genen“ liege und zum anderen das sogenannte „Goldene Dreieck“, bestehend aus der intensiven Zusammenarbeit zwischen Campus, Unternehmen und Behörden, das diese Innovationsfähigkeit aufgreife und unterstütze.

Dass die Standardisierung von Qualitätskriterien ebenfalls zum erfolgreichen internationalen Unternehmertum beiträgt, erläuterte Dr. Friedrich Lüdeke von der privatwirtschaftlichen Zertifizierungsgesellschaft GLOBAL G.A.P. „Vertrauen schaffen durch Zertifizierung“ war der Tenor seines Vortrags. Untermauert wurde dieser Claim mit Mitgliederübersichten aus den unterschiedlichen Bereichen: Nicht nur Erzeuger und Lieferanten, auch assoziierte Mitglieder wie Berufsverbände und politische Institutionen sowie der Lebensmitteleinzelhandel sind bei GLOBAL G.A.P. vertreten und sorgen so für eine weltweite Harmonisierung guter Agrarpraxis.

Drittes Thema der „2 connect Business“-Workshopreihe war die „Gartenbaupolitik in Europa“. Romana Hoffmann, Rechtsanwältin und stellvertretende Generalsekretärin und Justiziarin des Zentralverband Gartenbau e. V., erläuterte zunächst die Gründe, Möglichkeiten und Schwierigkeiten der europäischen Politik- und Lobbyarbeit. Zudem informierte sie zum Stand der Dinge einiger aktueller Themen – Mehrwertsteuer, Pflanzenschutz und Absatzförderung – in der europäischen Gartenbaupolitik. Die Kernbotschaft des Vortrags: Nur wenn die Gartenbaubranche auch grenzüberschreitend an einem Strang zieht, kann sie die eigenen Interessen national wie international durchzusetzen.

Parallel zu den Workshops fanden individuelle Matchmaking-Gespräche zwischen deutschen und niederländischen Unternehmen statt, die von einer intensiven Arbeitsatmosphäre geprägt waren. Auch außerhalb dieser vorab arrangierten Gespräche nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit zum grenzüberschreitenden Netzwerken.

Autor: Verena Melchert, mediamixx GmbH